Domainverwaltung immer populärer
Weltweit gibt es fast 70 Millionen Web-Adressen. Auf die Top-Level-Domain .de entfallen über zehn Millionen Einträge, und der Shooting-Star, die europäische .eu-Domain brachte es bereits wenige Tage nach Freigabe der Registrierung auf deutlich über eine Million Buchungen – die Nachfrage nach interessanten, selbst erklärenden und markenstützenden Internet-Adressen ist ungebrochen.
Defizite sieht Markus Eggensperger von der Starnberger United-Domains AG dagegen bei dem internen Umgang mit diesem wichtigen Wirtschaftsgut: “Viele Firmen beauftragen ganze Anwaltskanzleien damit, ihre Markenrechte zu wahren, aber die Verwaltung der Domains wird oft sträflich vernachlässigt.” Der Jurist plädiert dafür, die Beschaffung und Verwaltung von Domains von der Administration von Servern und Webspace zu trennen. Die Haltung ist verständlich, schließlich hat sich United-Domains bereits seit Jahren vor allem auf die Registrierung von Domains spezialisiert. Andere Internet-Services spielen bei der Lycos-Tochter eine Nebenrolle.
Doch auch aus Kundensicht spricht einiges für die Trennung von Domain und Webspace: Hoster und andere ISPs lassen sich problemlos wechseln, ohne dass die Domain mitumziehen muss – im Konfigurationsmenü zur Domain muss lediglich die neue IP-Adresse des Servers eingetragen werden. Wer mehrere Server gemietet hat und sich dabei nicht auf einen Dienstleister allein verlassen will, erspart sich eine Menge Verwaltungsaufwand, wenn er seine Domains an einem Ort zusammenzieht. Der Einsatz spezieller Mailserver wird stark erleichtert, wenn man selbst die Domain im Alleingang umhängen kann.
In der Hoster-Branche ist dieses Trennmodell nicht sehr weit verbreitet. Strato, Schlund + Partner und Plusserver bieten beispielsweise keine Domains ohne dahinter liegendes Webspace- oder Server-Paket an. “Das gehört zur Philosophie des Hauses”, erklärt Strato-Sprecher Carsten Zorger, “wir wollen dem Kunden alles aus einer Hand geben, also das Hosting oder den Webspace, ein attraktives Software-Paket und natürlich die gewünschte Domain”. Dieses Konzept, so räumt Zorger freimütig ein, zielt natürlich in erster Linie auf die Bedürfnisse des Massenmarktes. Und es hat auch Vorteile, vor allem für Kunden mit begrenztem Infrastrukturbedarf: Durch eine Mischkalkulation können Massen-Hoster wie Strato, 1&1 oder Server4you besonders preisaggressiv auftreten. Und wer wirklich nur eine Domain, etwas Webspace oder einen Server und die Software für seinen Web-Auftritt braucht, bekommt alles aus einer Hand, unter einer Konfigurationsoberfläche und mit einer Rechnung.
fk
Posted: January 20th, 2008 under Webmaster.
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