neue Strategie von Yokel über lokale Händler
Der Trend, dass Verbraucher vor dem Einkauf im Internet recherchieren und dann im Laden kaufen, nimmt zu. Das Marktforschungsinstitut Forrester Research schätzt, dass im vergangenen Jahr mehr als 40 Millionen Verbraucher zuerst Informationen im Web suchten, bevor sie eine Ware offline erworben haben.Ein Problem großer Suchmaschinen ist jedoch, dass eine Produktanfrage sehr viele irrelevante Ergebnisse liefert – zum Ärger vieler Käufer, denn sie müssen sich mühsam von Link zu Link durcharbeiten.
Ergebnisse nach Entfernung
Die amerikanische Internet-Suchmaschine Yokel.com spezialisiert sich nun darauf, die Angebote von Boutiquen, Händlern und Warenhäusern ortsbezogen zusammenzuführen. Konsumenten sollen so die Händler in ihrer Nähe finden, die das gewünschte Produkt führen. Sie müssen dazu den Begriff und den Ort oder die Postleitzahl in eine einfache Suchmaske eingeben und erhalten dann eine Liste der Händler in ihrer Nähe. Die Ergebnisse sind nach Entfernung geordnet. Im besten Fall können auch die Preise verglichen werden.
Für den Eintrag in der Shopping-Suchmaschine entstehen den Händlern keine Kosten. Yokel will über eingeblendete Werbung Einnahmen generieren. Jeden Tag wachse die Datenbasis, so das Unternehmen. Die E-Commerce-Suchmaschine plant außerdem, spezielle Stadt-Suchen anzubieten. Dabei erscheinen sowohl kleinere Läden, die keinen eigenen
Web-Auftritt haben, als auch die örtliche Filiale großer Warenhäuser in der Ergebnisliste. Das erste Beispiel dafür ist boston.yokel.com.
Seit 10. Mai läuft Yokel.com in der Beta-Version. Die Gründer, Scott Randall und Don Zereski, sind E-Commerce-erfahren. Randall ist Gründer der Online-Auktionsplattform Fairmarket, Zereski kommt von Lycos, wo er als Vice President for Products tätig war. Finanziert wird Yokel von Boston Capital Ventures, Startup Florida und Investoren von Launchpad und Walnut Ventures.
Randall will mit Yokel die Käufer erreichen, die auf herkömmliche Art, nämlich im Laden in ihrer Nähe, einkaufen wollen. “Seit zehn Jahren gibt es nun E-Commerce, aber immer noch werden 97 Prozent aller Einkäufe offline getätigt”, sagt er. Die Verbraucher wollen die Produkte sehen und anfassen, bevor sie sie kaufen. “Das Internet hat die Art, wie Leute einkaufen, verändert. Die meisten kaufen im stationären Laden ein, aber es gibt wenig Angebote im Web, die den Verbrauchern helfen, Produkte auf lokaler Ebene zu finden”, meint Randall.
Ob es Yokel.com gelingen wird, das zu ändern, hängt davon ab, wie viele örtliche Händler mitmachen und ihr Angebot in die Datenbasis der neuen Suchmaschine fließen lassen.
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Posted: January 30th, 2008 under Business.
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