Norddeutschlands Wasserspeicher
„An machen Orten sprudelt das Wasser aus den Steinen und Wurzeln stärker hervor und bildet kleine Kaskaden. Da lässt sich gut sitzen.“ Der Harz ist von jeher reich an Wasser. Man kann das kostbare Naß wie Heine mit den Augen des Romantikers, aber auch ganz nüchtern als Rohstoff betrachten, und die Harzer verstehen es, aus dem Überfluß Gewinn zu ziehen. Früher nutzten sie das Wasser vor allem als Energiequelle, ersannen ihre weltberühmten „Wasserkünste“, ausgeklügelte Konstruktionen, mit denen Pumpen, Fördermaschinen, Pochhämmer und Fahrkünste in den Gruben und Hütten angetrieben wurden. Heute wird Trinkwasser für Millionen von Menschen in mehreren großen Stauseen gesammelt, in Wasserwerken aufbereitet und durch Rohrleitungen zahlreichen norddeutschen Städten zugeführt. Die Natur sorgt dafür, dass diese Einnahmequelle nicht versiegt: In den Hochlagen des Harzes fallen im Jahresdurchschnitt bis zu 1500 l Niederschlag pro Quadratmeter Bodenoberfläche, das ist doppelt bis dreimal soviel wie im Vorland. Im Winter häuft sich der Schnee oft zu meterdicken Decken an; Goethe, der im Dezember 1777 durch die tief verschneiten Fichtenwälder zum Brocken hinaufstieg, zeigte sich von dem „grenzenlosen Schnee“ beeindruckt. Mit dem Gedanken, der Harz könnte im Eiszeitalter von einer Kappe aus ewigem Eis bedeckt gewesen sein, mochte sich der Geheimrat aus Weimar indes nicht anfreunden. Doch hier irrte der Dichter, der ja auch Naturwissenschaftler war. Der Harz war zumindest in der jüngsten Eiszeit stark vergletschert, vermutlich als einziges der deutschen Mittelgebirge nördlich des Mains. Unter www.kreuzfahrt-angebote.net findet man eine große Anzahl an Kreuzfahrten.
ah
Posted: April 14th, 2008 under Urlaub.
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